Die Verbindung von buddhistischer Psychologie und Methodik mit westlichem psychologischem Verständnis und Methodik ist eine sehr effektive Möglichkeit, sich in allen Bereichen persönlich zu entwickeln. Das genaue Hinschauen auf unsere Stärken und Schattenseiten lässt die spirituelle Arbeit sehr viel intensiver werden.

Wir haben die Möglichkeit, uns von Leid, von Stress und Täuschungen zu befreien. Wir haben die Buddhanatur (andere sprechen von Christusessenz oder von höherem Selbst)  in uns, die sich selbst erkennen möchte bzw. erkannt werden möchte.

Wir haben auch eine Persönlichkeit, eine Charakterstruktur – mit seiner Entwicklung, Konditionierung, den Einflüssen durch die Eltern und all den Dramen, die mit unserem Lebendigsein, Menschsein verbunden sind.

Wenn wir uns ernsthaft einem spirituellen Leben verpflichten, werden wir mit unseren Gewohnheitsmustern konfrontiert: die Muster, in denen wir emotional reagieren und uns in unserem Verhalten ausdrücken, sowie die Denkschablonen, nach denen wir funktionieren.

„Loslassen“ reicht oft nicht aus, wenn diese Muster zu stark sind. Es können auch biografische Altlasten an die Oberfläche kommen, die wir auf dem Meditationskissen nicht loswerden.

Diese Muster sind nicht nur Fixierungen im Geist, sondern auch tiefe, körperliche Anspannungen, die wir im Laufe des Lebens angesammelt haben. Um sie aufzulösen, ist es hilfreich, sich auf Methoden zu stützen, die auf die Harmonisierung von Kopf, Herz und Bauch abzielen. Dies braucht eine starke Einbeziehung unserer Körperempfindungen.

Wir brauchen dafür Unterstützung, weil wir uns sonst leicht überfordern.

Hilfreich ist dafür ein Gegenüber, ein Begleiter, der mit uns eine „Beziehungsarbeit“ macht, um an Mustern zu arbeiten, die uns heute noch prägen und hemmen.

Spiritualität bedeutet nicht, sich von sich wegzubewegen, vom Irdischen zum Göttlichen. Wir brauchen unsere menschlichen Schwächen, unsere Emotionen, vitalen Energien und unsere Körperempfindungen nicht zu leugnen oder zu unterdrücken. Heilende Selbstakzeptanz und geduldiges liebevolles Arbeiten mit sich selbst bewirkt, dass unsere Emotionen, unsere Neurosen zu Kompost, zu Futter für unsere eigene, spirituelle Entwicklung werden.

Manchmal gerät man in ein Ungleichgewicht, weil man die oft schmerzhafte, innere Arbeit scheut. Diese ist aber nötig, um sich zu verankern, zu erden, zu verwurzeln. Nicht zuletzt auch, um Frieden mit sich selbst zu schließen und in eine gesunde Beziehung zu sich zu treten.

Doch die psychologische Arbeit allein hat ihre Grenzen, wenn wir mit Sinnfragen, mit der Konfrontation von Leid und Tod in Berührung kommen. Hier wird die spirituelle Dimension existentiell wichtig und auch, Methoden an die Hand zu bekommen, um mit einem tieferen Sein in Kontakt zu treten.

… und darum verbinde ich bei Bedarf und Wunsch die psychologische Beratung mit spirituellen Aspekten.

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